Eine transparente Kostengegenüberstellung für die Kaltakquise

Die Kaltakquise ist für viele Unternehmen unverzichtbar – aber auch kostenintensiv. Eine zentrale Frage lautet daher:

Lohnt sich ein externer Vertriebsmitarbeiter auf Stundenbasis mehr als ein interner Mitarbeiter mit Festgehalt?

In diesem Artikel vergleichen wir die Kosten eines externen Vertriebsmitarbeiters mit 40 Stunden pro Monat zu 50 € pro Stunde mit den realistischen Gesamtkosten eines internen, festangestellten Vertriebsmitarbeiters – inklusive aller relevanten Nebenkosten.

 

 

1. Kosten eines externen Vertriebsmitarbeiters

Annahmen:

Monatliche Kosten

Was ist darin bereits enthalten?

Gesamtkosten pro Monat: 2.000 €
Gesamtkosten pro Jahr: 24.000 €

2. Kosten eines internen Vertriebsmitarbeiters (Festgehalt)

Nun betrachten wir einen durchschnittlichen internen Vertriebsmitarbeiter mit Fokus auf Akquise.

2.1 Grundgehalt

2.2 Lohnnebenkosten (Arbeitgeberanteil)

Ca. 20–22 % des Bruttogehalts (Sozialversicherung, Umlagen etc.)

Zwischensumme Personalkosten:
4.840 € / Monat

3. Zusätzliche Sach- und Betriebskosten

Ein interner Mitarbeiter verursacht weitere laufende Kosten, die häufig unterschätzt werden.

3.1 Mobilität

ca. 500 € / Monat

3.2 IT & Arbeitsmittel

ca. 150 € / Monat

3.3 Büroarbeitsplatz

ca. 300 € / Monat

3.4 Weitere indirekte Kosten

konservativ geschätzt: 400 € / Monat

4. Gesamtkosten interner Vertriebsmitarbeiter

Kostenart

Monatliche Kosten

Bruttogehalt

4.000 €

Arbeitgebernebenkosten

840 €

Mobilität

500 €

IT & Arbeitsmittel

150 €

Büro & Reinigung

300 €

Weitere indirekte Kosten

400 €

Gesamtkosten pro Monat

6.190 €

Gesamtkosten pro Jahr: ca. 74.280 €

5. Direkter Kostenvergleich

Modell

Monatliche Kosten

Jährliche Kosten

Externer Vertrieb (40 Std.)

2.000 €

24.000 €

Interner Vertrieb

6.190 €

74.280 €

Ersparnis mit externem Vertrieb:
4.190 € pro Monat
über 50.000 € pro Jahr

6. Fazit: Wann lohnt sich welcher Ansatz?

Externer Vertriebsmitarbeiter eignet sich besonders, wenn:

Interner Vertriebsmitarbeiter eignet sich eher, wenn:

Schlussgedanke

Für viele Unternehmen – insbesondere KMU und wachsende Organisationen – ist der externe Vertrieb eine extrem kosteneffiziente Möglichkeit, professionelle Kaltakquise zu betreiben, ohne hohe Fixkosten und langfristige Verpflichtungen einzugehen.

Einordnung und Fazit

Die Kostenbetrachtung zeigt, dass ein externer Vertriebsmitarbeiter bei begrenztem Stundenumfang deutlich geringere Gesamtkosten verursacht. Insbesondere bei klar abgegrenzten Aufgaben wie der Kaltakquise und bei schwankendem Bedarf kann das externe Modell wirtschaftlich sinnvoll sein.

Ein interner Vertriebsmitarbeiter kann hingegen Vorteile bieten, wenn:

Fazit:
Die Entscheidung zwischen externem und internem Vertrieb sollte nicht nur strategisch, sondern auch auf Basis einer vollständigen Kostenrechnung getroffen werden. Der hier dargestellte Vergleich dient als Orientierung und sollte je nach Branche, Region und Unternehmensgröße individuell angepasst werden.

Die oben genannten Zahlen sind realistisch geschätzt und bewusst transparent aufgebaut, damit Leser:innen die Logik nachvollziehen können.

cost comparison bar small

internal cost pie small

 

Aber nun kommt das aber: Man kann doch nicht 40 Stunden mit einer Vollzeitbeschäftigung vergleichen!

Doch, kann und muss man: warum überhaupt nur 40 Stunden?

Das hat mehrere Gründe. Als externer Mitarbeiter muss er/sie darauf achten, dass das Beschäftigungsverhältnis nicht zur Scheinselbstständigkeit wird. Daher wird der externe Vertriebsmitarbeiter mehrere Aufträge mit unterschiedlichen Auftraggebern ausführen.

Weiterhin bin ich der Meinung, dass 40 Stunden reine Kaltakquise vollkommen ausreichen, um einen Lead-Pool aufzubauen, der ja dann noch von den internen Mitarbeitern intensiver bearbeitet werden muss.

Ein externer Mitarbeiter kann auch kurzfristig mal gestoppt werden, wenn die Lage es erfordert und produziert dann auch keine Kosten mehr.

Darüber hinaus sind diese 40 Euro ja auch noch brutto. Der externe Mitarbeiter muss ja auch Kosten wie Kranken- bzw. Rentenversicherung, Einkommensteuer, sein Equipment, sein Büro usw. davon abziehen.

Bei 50 € brutto/Stunde bleiben realistisch ca. 25–30 € netto übrig, je nach persönlicher Situation.

Typische Abzüge im Überblick

1️ Einkommensteuer

2️ Kranken- & Pflegeversicherung

3️ Altersvorsorge

4️ Betriebskosten

Beispielrechnung (Faustwert)

50,00 € brutto

Posten

ca.

Einkommensteuer (25 %)

−12,50 €

KV & PV (18 %)

−9,00 €

Altersvorsorge (7 %)

−3,50 €

Betriebskosten (5 %)

−2,50 €

Summe Abzüge: −27,50 €

➡️ Netto übrig: ≈ 22–25 € pro Stunde

Realistische Faustregel

Von 50 € brutto bleiben etwa 45–55 % netto

Also:

Wichtige Hinweise