Telefonische Kontaktaufnahme und das UWG 2009

Auch wir wenden uns ausschließlich an gewerbliche (B2B) und nicht an private Zielpersonen (B2C). Dies scheint dann doch noch erlaubt zu sein, wenn die Kontaktaufnahme in Zusammenhang mit dem Geschäftszweck des Unternehmens und mit der Funktion des Angesprochenen steht.

Als z.B. ein Grafikbüro, welches ein Unternehmen bzw. das Marketing auf die Werbung anspricht, wird es wohl keine Probleme geben. Ein Versicherungsbüro dagegen, welches einen EDV-Leiter auf eine Lebensversicherung anspricht, würde sich demzufolge nicht mehr in diesem "quasi sicheren" Bereich bewegen.


(Diese Beispiele sind natürlich nicht rechtsverbindlich. Hier wird man noch einschlägige Urteile der Gerichte abwarten müssen)

Weiterführende Informationen finden Sie u.a. hier: https://dejure.org/gesetze/UWG/1.html


B2C und B2B - wenn man das UWG streng auslegt

Auszug - Kommentar von Alexander Lorenz bei XING: Telefonische Kontaktaufnahme und UWG 2009
(sein konkludentes Einverständnis habe ich vorausgesetzt - Danke)

Ich darf eine Website haben (natürlich mit regelkonformem Impressum, Disclaimer etc, sonst Abmahnung) und hoffen, dass ein Kunde mal Kontakt zu mir aufnimmt ...

Ich darf nicht faxen.
Ich darf nicht anrufen.
Ich darf keine Email schreiben, Newsletter nur nach Double-Opt-In.
Ich darf keine SMS schreiben.

 Ich darf nur adressierte Briefe schicken, keine pauschalen Werbeschreiben ohne Adresse (Postwurfsendungen).
Ich darf persönlich hingehen und klingeln, wie der bekannte Staubsaugervertreter.
Ich darf persönlich potenzielle Kunden zwar auf der Straße ansprechen, diese aber in keinerlei Weise bedrängen oder behindern.

 Ich darf auch nicht anrufen, nachdem ich einen Brief geschrieben habe und meinen Anruf angekündigt habe.
Ich darf Kunden bitten, mich weiterzuempfehlen. Ich darf aber Empfehlungen nur wie bereits genannt kontaktieren, also auch nicht anrufen.